Sammeltaxi als Teil des VOR

Bedarfsgerecht, mikro, preisgünstig

Die Anrufsammeltaxis sind Teil des Fahrplans und damit auch Teil des Verkehrsverbunds Ostregion. Man kann sie nur zu bestimmten Zeitpunkten und bestimmten Sammelstellen in Anspruch nehmen. Damit sind sie „bedarfsgerecht“ und „mikro“. Sie ermöglichen eine bessere räumliche Abdeckung, eine Verdichtung tagsüber und eine Streckung in die Tagesrandzeiten. Die Kosten werden teilweise von der öffentlichen Hand übernommen, der Fahrgast zahlt den normalen Tarif und einen Komfortzuschlag. Damit begehen wir mit dem Bezirk Mödling neue Wege.

AST – Erstgespräche und Planung

Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten geht es nun darum, zu Grobkostenschätzung zu kommen und mögliche Generalanbieter zu finden. Unsere Gemeinde wird dabei weiter vom Land NÖ und vom VOR unterstützt. Die Ergebnisse werden dann dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. In der darauffolgenden Planungsphase werden Details wie Bedienzeiten, Sammelstellen und Tarife festgelegt. Diese Detailplanung wird dann ebenfalls dem Gemeinderat vorgelegt, der den Beschluss zur Umsetzung des Projektes fassen muss.

AST – Ausschreibung und Umsetzung

Die Ausschreibung richtet sich an Taxi- und Mietwagenunternehmen, an Anbieter von Zentralfunktionen zur Disposition und an Lieferanten eines E-Mail-fähigen Gerätes für das AST-Fahrzeug (Fahrer-App!).

In der Umsetzungsphase werden die Sammelstellen beschildert und die FahrerInnen und Fahrer eingeschult. Für die Fahrgäste wird ein eigene Informationsbroschüre aufgelegt bzw. gibt es Informationen auf diversen Homepages.

Unsere Einschätzung

Breitenfurt verfügt über wunderschöne Wohnlagen. Viele davon sind mit Öffis aber derzeit nicht erreichbar. Eine Taxifahrt oder ein Uber z.B. von der Wiener Innenstadt nach Breitenfurt West gehen mittlerweile gewaltig ins Geld. Daher sollte das Anrufsammeltaxi für uns BreitenfurterInnen besonders interessant sein. Durch die Verschränkung mit VOR halten sich die Kosten in Grenzen und gegen einen akzeptablen Komfortzuschlag wird man quasi bis vor die Haustür gebracht. Wir gehen derzeit von Sammelpunkten aus, die sich in einem Umkreis von jeweils 300-400 m befinden. Damit wären auch Hammerlwiese, Sperrberg, Königsbühel, Hirschentanz, etc. erschlossen. Zusätzlich sollen bei Bedarf Sammelstellen für Menschen mit Behinderung direkt vor der Haustür eingerichtet werden. Natürlich bleiben die aktuellen Bushaltestellen. Für Nachtschwärmer ist eine Anbindung an die Wiener Nachtbuslinien angedacht, sowie zusätzliche Verbindungen wie vom Maurer Hauptplatz, SCS, U6 und Liesing.

Michael Klinger

Gemeinderat