Augustineum - Kinder und Kultur

Die Renovierung des Augustineums schreitet voran. Am 24. September waren die Mitglieder des Gemeinderates eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten zu machen, aber auch davon, wie viele teils zusätzliche Investitionen notwendig sind.

Mehr als ein Umbau

Das Augustineum ist – neben Kirche und Pfarrhof – ein Rest des Kirchner’schen Schlosskomplexes. Es hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und diente unter anderem als Spital, Waisenhaus und Lazarett. Seit vielen Jahren beherbergt es einen unserer Kindergärten und die Marionettenbühne. Außerdem ist es ein beliebter Veranstaltungs- und Ausstellungsort. Ursprünglich war geplant, den auf drei Gruppen ausgelegten Kindergarten zu renovieren und das Gebäude barrierefrei zu erschließen. Da aufgrund der demoskopischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auch eine Kleinkindergruppe gefordert ist, wurde eine Erweiterung des Projektumfangs auf das Obergeschoß, wo sich auch der Bewegungsraum befindet, beschlossen. Dabei stellte sich heraus, dass umfangreiche Sanierungsmaßnahmen auch im Dach- und Dachstuhlbereich, im Stiegenhaus, beim Brandschutz und bei der Statik erforderlich sind. Außerdem müssen in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt alle Fenster (auch jene im Untergeschoß) getauscht und die Fassade erneuert werden. So wurde aus der Renovierung der Gruppenräume ein umfassende Schlossrenovierung.

Zeitplan hält

Wie uns Architekt Trimmel bei der Begehung versichert hat, wird der Zeitplan trotz einiger neuer Probleme halten. Im westlichen Teil werden derzeit zwei Gruppenräume samt Küche und Sanitärbereich fertiggestellt. Dorthin können die beiden Kindergartengruppen noch vor Jahresende übersiedeln. Ab Jänner 2020 wird der östliche Teil umgebaut und das Dachgeschoß fertiggestellt. Bis Ostern sollen auch alle Kastenfenster erneuert und die Fassade renoviert sein. Spätestens im Sommer siedeln die beiden Gruppen zurück und kommt eine dritte Gruppe hinzu. Bei entsprechendem Bedarf kann dann auch die Kleinkindergruppe eröffnet werden.

Kulturzentrum entsteht

Parallel zu den Umbauarbeiten und zum Entstehen eines Kulturzentrums werden auch davon unabhängig Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Marionettentheaters durchgeführt: wegen offensichtlich jahrelangen Wassereintritts muss die Mauer trockengelegt werden. Spätesten in einem Jahr wird dann der normale Betrieb in vollem Umfang wieder möglich sein. Ein Projekt dieser Größenordnung – es macht rund 25% eines Jahresbudgets aus – muss glücklicherweise jede Generation nur einmal angehen. Wir kontrollieren alle Ausgaben sehr genau und bemühen uns, allfällige Mehrkosten durch Umschichtungen abzufangen. Dankenswerterweise stehen alle Fraktionen des Gemeinderats – auch das hat man bei der Begehung gesehen – hinter diesem Projekt. Wir schaffen damit für unsere Kinder und Pädagoginnen ideale Lehr- und Lernbedingungen in einer von Geschichte und Natur geprägten Umgebung. Und alle anderen dürfen sich auf ein anspruchsvolles Kulturangebot in unserem Augustineum freuen.

Michael Klinger

Geschäftsführender Gemeinderat